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Warum Berlintegration?

Nach jahrelangem Mitlesen in deutschen Blogs und Onlinemagazinen bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass es mit der Toleranz in der nichtmigrantischen deutschen Bevölkerung nicht (mehr?) weit her ist. Obwohl die großen Onlinepräsenzen der Tageszeitung inzwischen bei den Leserkommentaren teils massiv zensieren, liest man dort stets ultrareaktionäre, unschöne Ansichten wenn es um Zuwanderer und insbesondere um Muslime geht.

Die selbst ernannte “Islamkritik” ist keine Religionskritik – sie ist es vielleicht in einigen liberalen antiklerikalen Zirkeln. In ihrer Breite ist es die gute alte Fremdenfeindlichkeit, die sich lediglich auf ein neues Feindbild verständigt hat.

Dieser Blog klärt keine theologischen Probleme und wagt auch im Normalfall keine populärwissenschaftlichen Exegesen. Was die Trägerin eines Kopftuches aussagen möchte und ob dies islamisch ist, bleibt alleine ihr überlassen.

Der Verfasser dieses Blogs hat keine wahrhaftigen Sympathien für eine tiefgreifende Religionsausübung, dafür aber doch zumindest Respekt und Verständnis. Die so genannte “Islamkritik” ist nicht nur der Integration abträglich, sie vergiftet obendrein das Klima in einer Gesellschaft die sich auf ein Mehr an Pluralität einstellen muss und erschwert ein Zusammenleben das gegründet auf Respekt und Toleranz sein sollte.

Integrationsbereitschaft muss von der Gesellschaft ausgehen! Genau deswegen ist die “Islamkritik”, die in dieser Republik in einflussreichen Positionen die Medienlandschaft beeinflusst, weitaus problematischer als ein  paar rotbärtige pummelige Imame auf der Durchreise, denen in wenigen Jahren eh kaum noch jemand zuhört.

Warum heißt dieser Blog Berlintegration? Weil die Stadt erstens Mal die lebenswerteste deutsche Stadt ist zweitens symptomatisch ist für den gesamten Diskurs in Deutschland. Die Stadt hat einen vergleichsweise niedrigen Anteil an Migranten, umso mehr aber haben die dortigen (und auch andere deutsche) Medien die Neigung, Integrationsprobleme am Berliner Exempel hochzujazzen und soziale Probleme zu solchen umzudeuten.

““Multikulti” ist tot”” -  meiner Ansicht nach ist diese Aussage falsch, und das notwendigerweise. Im Gegenteil funktioniert das Zusammenleben zwischen den unterschiedlichsten Kulturen in Berlin und Deutschland jeden Tag millionenfach, und das soll auch so bleiben. Im Gegenteil: “Islamkritik” ist tot – zumindest sollte sie es sein.

Die Titelzeile “Wo Islamkritik auf Wirklichkeit trifft” ist bewusst polemisch gehalten. Klar gibt es auch auf diesem Blog nicht die “Wirklichkeit”, sondern lediglich die Meinung des Autoren. Mit dem Wort “Wirklichkeit” oder “Realität” wird insbesondere von Seiten der Islamkritik Schindluder getrieben. Dort läuft es immer darauf hinaus, dass das eigene Bauchgefühl die Realität ist – und dieses hat meist mit Neukölln zu tun. Ich möchte aber bewusst auf versierte Quellen zurückgreifen – von Islamwissenschaftlern und Migrationsexperten – sofern mir diese zur Verfügung stehen. Denn ganz klar ist: Sobald “Islamkritik” auf *seriöses* wissenschaftliches Arbeiten trifft, ist sie schnell widerlegt.

Über den Autor

Ich bin Berliner (Kreuzberger) seit etwa zehn Jahren und habe mehrere Stationen im europäischen Ausland hinter mir. Wer mir gerne die werte Meinung sagen möchte, kann mir gerne schreiben.

Danke und viel Spaß!

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